Nachgefragt bei Regisseurin Dagmar Kurr-Mensing

Jana Rudwill und Dagmar Kurr-Mensing
Regisseurin Dagmar Kurr-Mensing (rechts) und die Produktionsleiterin Jana Rudwill bei den Proben (Foto: Schwender / Stadt Heide)
Sag dem König Gute Nacht
Der Rat der 48er spielt in der Historie des Stückes eine entscheidende Rolle. Im Vordergrund: Josef Zehethofer in der Rolle eines Ratsmitglieds. (Foto: Ebert / Fincke Werbung)


Das Freilichtschauspiel "Sag dem König Gute Nacht oder Das alte Lied der Freiheit" ist eines der Höhepunkte des Historienspektakels Heider Marktfrieden. In diesem Werk, geschrieben von Heiner Egge, wird Geschichte neu erlebt: Im Jahr 1500 dringt die schwarze Garde - ein dänisches Heer aus 12.000 Mannen - in Dithmarschen ein, um es zu erobern. Bauern und Bäuerinnen greifen zu den Waffen, sind aber haushoch unterlegen. Werden sie den Kampf um die Freiheit gewinnen?

Regie führt auch in diesem Jahr Dagmar Kurr-Mensing, die nicht nur die Proben leitet, sondern das Stück auch stets weiterentwickelt. Für ihre künstlerische Leistung und ihre sympathische Art ist sie vor allem auch bei den Darstellern sehr beliebt. Für Euch haben wir sie ein wenig ausgehorcht.

Liebe Dagmar, Du führst nicht zum ersten Mal Regie beim Freilichtschauspiel „Sag dem König Gute Nacht oder Das alte Lied der Freiheit“. Wie lange machst Du das schon?

Im Jahre 1996 war ich zum ersten Mal als Regieassistentin dabei. Ab 1998 dann als Schauspielerin in der Doppelrolle der Stine und Dörte. Zu diesem Zeitpunkt spielten wir noch das Stück von Theodor Lübbe: Wehe dem, der uns die Freiheit nimmt. Im Jahre 2000 übernahm ich die Rolle der Wirtin und des schwarzen Engels im Stück von Heiner Egge: Sag dem König gute Nacht. 2008 führte ich dann zum ersten Mal Regie beim Festspiel.

Was verbindet Dich mit dem Werk?

Dithmarscher Geschichte und damit verbunden, außergewöhnliche, interessante Menschen.

Was ist Dein Lieblingscharakter / Deine Lieblingsszene? 

Lieblingsszenen oder einen Lieblingscharaktere habe ich gar nicht. Ich finde alle Charaktere und Szenen auf ihre Weise spannend, unterhaltsam, berührend und manchmal nachdenklich stimmend.

Welche Neuerungen wird es dieses Jahr geben?

Es gibt eine neue Rolle im Stück, nämlich die der Seherin.

Die Rolle des Reimer v. Wiemerstedt und die des Junker Slentz werden von Kollegen gespielt, die zum ersten Mal dabei sind. Das ist für mich spannend und inspirierend, denn dadurch kommen wieder neue Ideen, Farben und Facetten ins Spiel.

Mehr wird nicht verraten … Wer mehr wissen möchte, möge kommen und sich das Festspiel ansehen.

Die Proben für das Freilichtschauspiel haben bereits vor drei Wochen begonnen. Wie laufen diese ab?

Die Proben laufen gut. Wir sind alle sehr motiviert, probieren mehrere Stunden am Tag, konzentrieren uns auf das Wesentliche und lassen uns weder durch Regen noch durch äußere störende Umstände aufhalten. Alle Darsteller sind mit Freude, Engagement, Herzblut und Liebe zum Detail dabei und darüber bin ich sehr glücklich.

Wenn es eine Möglichkeit gäbe in der Zeit zu reisen, Würdest Du gern mal einen Abstecher ins 15. Jahrhundert machen?

Ja, aber nur für kurze Zeit.

Gibt es weitere historische Ereignisse, die Du Dir für eine Inszenierung vorstellen könntest? Würdest Du vielleicht sogar selbst zur Feder greifen?

Beide Fragen kann ich mit Ja beantworten.

Was wünschst Du Dir für den kommenden Heider Marktfrieden?

Gutes Wetter, sprich keinen Regen und Temperaturen nicht über 25 Grad. Weiterhin so viel beeindruckendes Engagement aller Darsteller, gute Stimmung und Spielfreude.

Vielen Dank, liebe Dagmar, dass Du Dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten!

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Premiere: 14.07.2016 um 21.00 Uhr auf der Freilichtbühne des Marktplatzes. Frühes Erscheinen sichert die besten Plätze!

Weitere Termine: www.heider-marktfrieden.de/programm
Weitere Informationen zum Stück: www.heider-marktfrieden.de/festspiel 

 

 

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